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Kosten senken, Klima schützen: StädteRegion Aachen stärkt Betriebe durch „ÖKOPROFIT“

Weniger Abfall und Wasserverbrauch, mehr Energieeffizienz: Beratungsprojekt in der StädteRegion für höchstens 15 Unternehmen - Landesförderung ermöglicht niedrige Teilnahmegebühr.

[StädteRegion Aachen] - Was haben der Metallbaubetrieb Martin Krings aus Monschau und der Aachener Süßwarenhersteller ZENTIS gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Und dennoch verbindet sie ein gemeinsames Ziel: beide wollen die eigenen Betriebskosten senken und haben deshalb an ÖKOPROFIT teilgenommen. In Kürze startet das bundesweit erfolgreichste Beratungsprojekt für kostenbezogenes Umweltmanagement in der Region Aachen bereits zum siebten Mal.

Der Grundgedanke von ÖKOPROFIT ist ebenso einfach wie einleuchtend: Das Konzept verbindet ökonomischen Gewinn mit ökologischem Nutzen. Unternehmen, die an dem Projekt mitwirken, bekommen Berater an die Seite gestellt, die ihnen bei der Optimierung der Betriebsabläufe helfen. Im Mittelpunkt stehen die umwelt- und damit zumeist auch kostenrelevanten Faktoren, beispielsweise der Energie- und Wasserverbrauch sowie die Abfall- und Abwassermenge. Einbezogen werden zudem rechtliche und organisatorische Fragen und solche der Arbeitssicherheit.

„Jede eingesparte Kilowattstunde entlastet die Umwelt und spart Geld, das sich anderweitig sinnvoller einsetzen lässt; beispielsweise für Investitionen oder die Schaffung von Arbeitsplätzen“, sagt Städteregionsrat Helmut Etschenberg. Der Doppelnutzen von ÖKOPROFIT hat den damaligen Kreis Aachen bewogen, das von der österreichischen Landeshauptstadt entwickelte Kooperationsprojekt vor zehn Jahren erstmalig auch in der Aachener Region zu beginnen. 2002 hat der Kreis auch die Stadt Aachen mit ins Boot genommen. Mit der fachlichen Begleitung wurde die B.A.U.M. Consult GmbH aus Hamm sowie die Aachener Unternehmensberatung consulting – Dr. Saumweber & Partner beauftragt.

Um die Sparpotenziale zu ermitteln, machen die Experten anhand von Betriebsbegehungen zunächst eine Bestandaufnahme. Gemeinsam mit den ÖKOPROFIT-Beauftragten der Firmen werden spezifische Schwachstellenanalysen durchgeführt, z.B. für die Bereiche Energie, Abfall, Wasser und Gefahrstoffe. Der daraus resultierende Maßnahmenplan kann neben kurzfristig realisierbaren Vorhaben auch langfristige Ziele enthalten. Ergänzend zu den Vor-Ort-Terminen finden während der einjährigen Projektlaufzeit acht Workshops statt. Darin tauschen sich die Teilnehmer untereinander und mit dem Fachteam aus, das die Betriebe auch bei der Umsetzung der ersten Maßnahmen begleitet.

Rat und Unterstützung erhalten die Teilnehmer zudem bei den Fachbehörden von Stadt und StädteRegion Aachen und bei den weiteren Partnern; dazu gehören die IHK, die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft, die Unternehmerverbände Aachen sowie die Effizienz-Agentur NRW.

Ebenso vielfältig wie das Spektrum der Träger ist das der Teilnehmer: Es reicht von Betrieben mit 10 bis zu solchen mit über 1.000 Mitarbeitern, wobei der Schwerpunkt auf den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) liegt. „Das ist eine große Stärke von ÖKOPROFIT. Das Modell passt immer: Ob bei einem Handwerksbetrieb, einem Produzenten oder einem Krankenhaus“, verweist der Städteregionsrat Helmut Etschenberg auf die große Bandbreite der Teilnehmer in der Aachener Region.

Die bisherige Umweltbilanz untermauert seine Einschätzung. Nach einer Ende 2009 erstellten Statistik konnten die nordrhein-westfälischen ÖKOPROFIT-Betriebe ihren Stromverbrauch um jährlich mehr als eine halbe Milliarde Kilowattstunden drosseln. Das Abwasser reduzierte sich um 3 Mio. Kubikmeter und die Abfallmenge um über 40.000 Tonnen/Jahr.

In Geld umgerechnet bedeuten diese Zahlen allein in NRW eine Ersparnis von jährlich 49 Mio. Euro. Um sie zu erreichen, setzen die Betriebe insgesamt 138 Mio. Euro ein. Im Schnitt machen sich die Investitionen also nach knapp drei Jahren bezahlt. „Die Gesamtsumme beinhaltet auch Großinvestitionen z.B. in Industriebereichen. Für den einzelnen Betrieb sind natürlich die individuellen Rahmenbedingungen entscheidend“, sagt Hubert Schramm, Projektleiter bei der StädteRegion Aachen. Gerade im KMU-Be­reich gebe eine Vielzahl von Handlungsmöglichkeiten, die nur geringe Mittel erforderten oder zum Nulltarif zu haben seien.

Die Zahl der Teilnehmer ist auf maximal 15 begrenzt. Da ÖKOPROFIT vom nordrhein-west­fä­li­schen Umweltministerium gefördert wird, können StädteRegion und Stadt Aachen den mitwirkenden Unternehmen günstige Konditionen bieten.

„Wie hoch der jeweilige Beitrag ist, richtet sich nach der Betriebsgröße. Dass er sich rechnen wird, steht aber schon jetzt fest“, rät Hubert Schramm Interessenten zu einer raschen Kontaktaufnahme.

Informationen: www.oekoprofit-staedteregion-aachen.de

Kontakt:

StädteRegion Aachen – Umweltamt

Hubert Schramm

Aureliusstraße 30

52064 Aachen

Tel. 0241-5198-2558

Fax 0241-5198-2268

E-Mail hubert-schramm@staedteregion-aachen.de

Abschluss der achten Runde ÖKOPROFIT Aachen
09. November 2015: Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung wurden zehn Betriebe ausgezeichnet.

Kosten senken, Klima schützen: StädteRegion Aachen stärkt Betriebe durch „ÖKOPROFIT“
Weniger Abfall und Wasserverbrauch, mehr Energieeffizienz: Beratungsprojekt in der StädteRegion für höchstens 15 Unternehmen - Landesförderung ermöglicht niedrige Teilnahmegebühr.